Es ist darauf zu achten, dass beim Abschluss-Staging nach Therapieende eine komplette Reevaluation erfolgt, die
neben Röntgen-Thorax, Abdomensonographie (Ultraschall) und Ganzkörper-Computertomographie je nach initialem Befall auch
eine Knochenmarkspunktion, Lumbalpunktion oder Skelettszintigraphie erfordern kann. Zusätzlich sollten nach
Therapieende und bei entsprechenden Symptomen auch im Verlauf Untersuchungen im Hinblick auf mögliche Organtoxizitäten
(EKG, Lungenfunktionsprüfung, Echokardiographie) durchgeführt werden.
Au�erdem sollte im Anschluss an die Behandlung in jedem Fall eine langjährige intensive Nachsorge erfolgen, um
eventuelle Rückfälle frühzeitig zu bemerken. Oft gelingt es dann noch einmal (oder sogar mehrmals) eine komplette
Remission (CR) zu erzielen, das heißt, die Erkrankung noch einmal so weit zurückzudrängen, dass keine Krankheitszeichen
mehr nachweisbar sind. Die Nachsorge hat aber nicht nur das Ziel, ein Rezidiv frühzeitig zu erfassen, sondern auch
Folgeschäden der durchgeführten Behandlung und Zweitneoplasien frühzeitig zu diagnostizieren.
Ein standardisiertes Nachsorgeprogramm ist nur nach Erreichen einer CR sinnvoll. Bei Patienten, bei denen keine CR
erzielt wird und bei Patienten mit niedrigmalignen Lymphomen müssen Kontrolluntersuchungen je nach Verlauf der
Erkrankung individuell festgelegt werden. Routinemäßige Nachsorgeuntersuchungen umfassen Anamnese, körperliche
Untersuchung, Routinelaborprogramm, Röntgen-Thorax und Abdomen-Sonographie (Ultraschall). Eine Computertomographie ist
nur bei einem Rezidivverdacht erforderlich. Es hat sich als nützlich erwiesen, wenn Patienten auch zur
Selbstuntersuchung und Selbstbeobachtung (Gewichtsverlauf, Nachtschweiß, unklares Fieber) aufgefordert waren und ihnen
die Möglichkeit geboten wurde, bei unklaren Beschwerden und Verschlechterung des Allgemeinzustandes jederzeit ihr
hämatologisch-onkologisches Zentrum aufzusuchen.
Es wird ein risiko-adaptiertes Vorgehen empfohlen, wobei die Untersuchungsfrequenz in den ersten zwei bis drei Jahren
nach Diagnosestellung sicherlich intensiver sein sollte (2-3-monatliche Abstände), da die Mehrzahl (70-80%) der
Rezidive innerhalb der ersten zwei Jahre auftritt bzw. nach dem vierten Jahr selten sind. Ab dem vierten Jahr
erscheinen daher 1/2-jährliche Kontrollen ausreichend.
Typische Nachsorgeintervalle nach Therapieende sind:
Eine besondere Betreuung erfahren Patienten deren Behandlung und Nachsorge im Rahmen von klinischen
Therapieoptimierungsstudien erfolgt. Daher sollten alle Non-Hodgkin-Lymphom-Patienten im Rahmen solcher Studien
behandelt werden.
Studien
der Deutschen Studiengruppe Niedrigmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (GLSG)
Studien
der Deutschen Studiengruppe Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL)