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Häufigkeit und Ursache des multiplen Myeloms

Autor: Dr. Stefan Knop(weitere Infos über die Person Dr. Stefan Knop)  Text wurde erstellt am:  06.12.2007
Editor: Silke Hellmich(weitere Infos über die Person Silke Hellmich)   Letzte inhaltliche Aktualisierung: 06.12.2007

Im Vergleich zu anderen Tumorerkrankungen ist das multiple Myelom eine seltene Krebserkrankung. Von den bösartigen Krankheiten des blutbildenden Systems und des Lymphsystems (lymphatisches System(weitere Infos über den Glossarbegriff lymphatisches System)) ist es jedoch die zweithäufigste. In der westlichen Welt werden pro Jahr etwa sieben Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner und Jahr gezählt. Seit den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde eine deutliche Zunahme an Erkrankungen beobachtet. Erst seit wenigen Jahren scheint die Rate der Neuerkrankungen nicht weiter anzusteigen, vielleicht sogar wieder leicht zurückzugehen.

Das multiple Myelom ist eine Erkrankung des höheren und hohen Lebensalters. Das mittlere Alter bei Diagnosestellung liegt bei 71 Jahren; nur ca. zwei Prozent der Erkrankten sind jünger als 45 Jahre. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen.

Der Auslöser für die Erkrankung ist nicht bekannt. Menschen mit afrikanischer Abstammung haben ein höheres Risiko, ein multiples Myelom zu entwickeln. Weitere Risikofaktoren für die Entstehung sind der Kontakt mit Insektiziden, Phenoxyherbiziden, Benzol, Schwermetallen und Asbest. Möglicherweise begünstigt auch der dauerhafte Gebrauch von (dunklen) Haarfärbemitteln die Entstehung der Erkrankung. Menschen, die ionisierender Strahlung ausgesetzt waren, haben ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Das Vorliegen einer sogenannten »monoklonalen Gammopathie unklarer Signifikanz« (MGUS) ist ebenfalls ein Risikofaktor für die spätere Entstehung eines multiplen Myeloms, da Patienten mit MGUS mit einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent pro Jahr an einem multiplen Myelom erkranken. Bei der MGUS bilden die Plasmazellen wie beim multiplen Myelom vermehrt Antikörper(weitere Infos über den Glossarbegriff Antikörper). Im Gegensatz zum multiplen Myelom führt die MGUS aber weder zu Blutarmut, zu Knochenzerstörungen noch zur Störung der Nierenfunktion.

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