| Autor: | Dr. Teresa Halbsguth(weitere Infos über die Person Dr. Teresa Halbsguth) | Text wurde erstellt am: | 06.03.2008 | |||
| Redakteur: | Silke Hellmich(weitere Infos über die Person Silke Hellmich) | Letzte inhaltliche Aktualisierung: | 06.03.2008 |
Das Hodgkin-Lymphom(weitere Infos über den Glossarbegriff Hodgkin-Lymphom) gehört zu den bösartigen Tumorerkrankungen des Erwachsenen mit den höchsten Heilungsraten. Heutzutage können über 80 Prozent aller Patienten geheilt werden. In den frühen Stadien sind es sogar über 90 Prozent. Auch im Krankheitsrückfall (Rezidiv)(weitere Infos über den Glossarbegriff (Rezidiv)) können beim Hodgkin-Lymphom noch gute langfristige Therapieergebnisse und Heilungen erreicht werden. Dies setzt jedoch, wie bei der Ersterkrankung, eine optimale und konsequente Behandlung in einem erfahrenen Behandlungszentrum voraus.
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Abb.: Darstellung der Fortschritte verschiedener Therapien beim fortgeschrittenen Hodgkin Lymphom |
Zwei Drittel aller Rezidive treten in den ersten zwei bis zweieinhalb Jahren, fast alle innerhalb der ersten fünf
Jahre nach der Ersterkrankung auf. Nach dieser Zeit sind Rezidive selten, wenngleich auch manchmal noch nach 10 bis 20
Jahren Rückfälle beobachtet werden. Die Heilungsaussicht bei Rezidiven ist umso günstiger, je länger der Zeitraum
zwischen Ersterkrankung und Rückfall ist und je begrenzter die Tumorausbreitung im Rückfall ist. Die Deutsche Hodgkin
Studiengruppe führt sowohl für Hodgkin-Patienten mit Ersterkrankung, als auch mit Rezidiv Therapieoptimierungs-Studien
durch:
Studien der Deutschen
Hodgkin Studiengruppe (GHSG).
Heute kann der Großteil der Patienten mit Hodgkin Lymphom durch den angemessenen Einsatz der zur Verfügung stehenden Behandlungsmethoden geheilt werden. Damit gehört das Hodgkin Lymphom zu den bösartigen Tumorerkrankungen bei Erwachsenen mit den besten Heilungsaussichten. Dennoch ist die klinische Forschung bemüht, die Behandlung von Patienten mit Hodgkin-Lymphom weiter zu optimieren. Hierzu gehört auch, dass die Aspekte der langfristigen therapiebedingten Nebenwirkungen und die Lebensqualität der Patienten mitberücksichtigt werden. In Deutschland ist es vor allem die Deutsche Hodgkin Studiengruppe , die seit über 25 Jahren konsequent die Behandlungsmöglichkeiten weiterentwickelt und zu einer erheblichen Verbesserung der Heilungsaussichten beigetragen hat. Diese Verbesserung der Heilungsaussichten ist das direkte Ergebnis einer Vielzahl von Studien der Deutschen Hodgkin Studiengruppe, an denen mehrere tausend Patienten teilgenommen haben.
Warum einige wenige Patienten mit Hodgkin-Lymphom nicht geheilt werden können, ist bisher nicht ausreichend verstanden. Die klinische Forschung bemüht sich derzeit, die Ursachen hierfür aufzudecken, damit auch diesen Patienten durch geeignete Behandlungen geholfen werden kann. Derzeit werden für diese Patienten alternative Therapieansätze erforscht. Insbesondere wird die Wirksamkeit verschiedener Antikörperpräparationen, die in der Lage sind, gezielt die Tumorzellen zu treffen (Immuntherapie), untersucht. In Zukunft könnten diese Immuntherapien eine sinnvolle Ergänzung der etablierten Therapiemodalitäten darstellen.