Ein wesentliches Kriterium für die Wahl der Behandlung eines malignen Lymphoms ist das Krankheitsstadium, das den Ausbreitungsgrad der Erkrankung im Körper widerspiegelt. Die Aufgabe der initialen Stadieneinteilung (Staginguntersuchungen) ist es, den genauen Ausbreitungsgrad des zuvor diagnostizierten Lymphomes festzulegen und daraus Konsequenzen für die Therapieplanung zu ziehen. Außerdem können prognostische Informationen entnommen werden, die für die Diskussion der möglichen therapeutischen Strategien mit dem Patienten wichtig sind. Das 1971 auf einer Konferenz in Ann Arbour (USA) entwickelte Einteilungssystem (Ann Arbour-Klassifikation) wird zur Stadieneinteilung bei sowohl Hodgkin- als auch Non-Hodgkin-Lymphomen gebraucht, obwohl es ursprünglich nur für die Hodgkin-Lymphome entwickelt worden war.
Man unterscheidet vier Stadien:
Liegen Allgemeinsymptome wie Fieber, Nachtschweiß oder Gewichtsverlust vor, erhält das Stadium den Zusatz B, fehlen diese Symptome, erhält es den Zusatz A.
Wenn das Lymphom über einen Lymphknoten hinaus in anderes Gewebe einwächst (z.B. in Lunge, Knochen, Muskeln), wird dies durch Hinzufügen eines E (extranodal, lat.: "extra" = außerhalb; "nodus" = Knoten) kenntlich gemacht.
Für die Beurteilung der Heilungschancen und für die Wahl der Behandlung ist die Kenntnis des Stadiums der Erkrankung
bei Diagnosestellung neben anderen spezifischen Risiko-/Prognosefaktoren ein entscheidender Faktor.
Weiterführende Informationen:
Diagnose- und
Therapieverfahren.