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Übersicht Chronische Lymphatische Leukämie (CLL)

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Organsystems und damit eine Unterform der Non-Hodgkin-Lymphome. Im Gegensatz zu den meisten Non-Hodgkin-Lymphomen verläuft die CLL immer leukämisch, das heißt, die entarteten Lymphomzellen finden sich nicht nur in den lymphatischen Organen (Lymphknoten, Milz, Knochenmark), sondern lassen sich regelmäßig auch im Blut nachweisen. Aus diesem Grund wird die Erkrankung sowohl zu den Lymphomen (»Lymphdrüsenkrebs«) als auch zu den Leukämien (»weißer Blutkrebs«) gerechnet.

Häufigkeit und Ursache

Die CLL ist das häufigste Non-Hodgkin-Lymphom und die häufigste Leukämie in Europa und Nordamerika. Sie betrifft vor allem Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter. Ihre Ursache ist unklar. Genetische Faktoren spielen wahrscheinlich eine wichtigere Rolle als Umwelteinflüsse.
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Symptome

Die wichtigsten Anzeichen der CLL sind Lymphknotenschwellungen sowie eine tastbare Leber- und Milzvergrößerung. In fortgeschrittenen Stadien sind so genannte B-Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust), Leistungsknick, Müdigkeit und wiederkehrende Infekte typisch.
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Einteilung

Die CLL entwickelt sich aus den Lymphozyten der B-Zellreihe (B-CLL). Die entarteten Leukämiezellen weisen eine typische Form und Struktur (Morphologie) und charakteristische Zelloberflächenmarker (Immunphänotyp) auf. Abhängig vom Grad der Ausbreitung der CLL unterscheidet man frühe von fortgeschrittenen Krankheitsstadien. Die exakte Stadieneinteilung erfolgt mit der Binet- oder der Rai-Klassifikation.
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Diagnose

Zur Sicherung der Diagnose der CLL ist eine Untersuchung des Blutbildes und des Immunphänotyps der Leukämiezellen im Blut ausreichend. Zur Bestimmung des Krankheitsstadiums werden eine körperliche Untersuchung und ergänzende bildgebende Untersuchungen (konventionelles Röntgen und Schichtröntgen, Ultraschall) vorgenommen.
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Therapie

Eine Behandlung der CLL ist nur dann ratsam, wenn ein fortgeschrittenes Krankheitsstadium vorliegt oder wenn ein frühes Krankheitsstadium vorliegt und der Patient gleichzeitig über krankheitsbedingte Beschwerden (z.B. B-Symptome) klagt. Die medikamentöse Therapie wird fast immer über eine Vene als Infusion verabreicht. Zum Einsatz kommen Chemotherapien mit einer einzigen Wirksubstanz (Monochemotherapie, z.B. mit Fludarabin, Chlorambucil, Bendamustin), Therapien mit Antikörpern (Immuntherapie, z.B. mit Alemtuzumab) oder kombinierte (Immun-)Chemotherapien (z.B. FCR-, BR-, FCC-, FCM-Schema).
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Nebenwirkungen & Spätfolgen

Nebenwirkungen aller Behandlungsmethoden sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Haarverlust, Knochenmarkschädigung, Blutzellarmut und Infektionen. Auch Organschädigungen und allergische Reaktionen sind möglich. Als Spätfolge wurden Zweitumore beschrieben.
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Nachsorge

Die Nachsorge nach dem Ende der Behandlung dient dazu, frühzeitig einen Rückfall bzw. das Fortschreiten der Erkrankung zu erkennen. In diesem Fall ist immer eine erneute Behandlung der CLL erforderlich.
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Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG)

Die Behandlung der Chronischen Lymphatischen Leukämie wird vor allem mit Hilfe von klinischen Therapieoptimierungsstudien weiterentwickelt und verbessert. Daher sollten alle CLL-Patienten im Rahmen von solchen Studien behandelt werden. Die Deutsche CLL Studiengruppe (DCLLSG) führt klinische Studien im Bereich CLL durch.

Suche nach Studienzentren

Außerdem können Sie auf unserer Website nach Krankenhäusern und Facharztpraxen in Ihrer Nähe suchen. Diese Einrichtungen arbeiten bei der Behandlung von CLL im Rahmen klinischer Studien mit dem Kompetenznetz zusammenarbeiten. An sie können Sie sich für eine persönliche Beratung wenden.
Weiterführende Literatur

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    18.-20.03.2010,
    Ort:
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