Diese Studien verfolgen das Ziel, bestimmte Vorgehensweisen (Strategien) zu überprüfen, um die Entwicklung einer Krebserkrankung zu verhindern. Meist werden diese Studien mit gesunden Personen durchgeführt. Beispielsweise könnte in einer solchen Studie geprüft werden, wie sich ein bestimmtes Programm zur Raucherentwöhnung auf die Wahrscheinlichkeit auswirkt, Lungenkrebs zu entwickeln, Es gibt aber auch Fälle,in denen diese Studien mit bereits an Krebs Erkrankten durchgeführt werden. Ziel ist es dann zu schauen, wie ein Rückfall der Erkrankung (Rezidiv) verhindert werden kann.
Diese Studien prüfen Strategien zur Früherkennung einer Krebserkrankung. Auch diese Studien werden in den meisten Fällen mit Gesunden durchgeführt. Oft wird überprüft, ob die Erkennung einer Krebserkrankung im Frühstadium (d.h. bevor bestimmte Symptome auftreten) die Wahrscheinlichkeit an dieser Krebserkrankung zu sterben, verringert. Ein Beispiel sind Studien zur Brustkrebsfrüherkennung mit der Mammographie (Mammographie-Screening).
Diese Studien haben zum Ziel, bessere Strategien zur Erkennung einer Krebserkrankung zu entwickeln. Sie werden immer mit bereits erkrankten Personen durchgeführt.
Hierbei handelt es sich meist um Untersuchungen, welche als Teil einer anderen klinischen Studie durchgeführt werden (z.B. im Rahmen einer Studie zur Behandlung). Ziel ist es, anhand von Körpermaterialien der Patienten (z.B. Blut, Knochenmark, Lymphknoten, Proben aus dem operierten Tumor) genauere Erkenntnisse über die Erkrankung zu finden. Heutzutage handelt es sich hierbei häufig um genetische Studien. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen z.B. helfen, den Verlauf der Erkrankung oder das Ansprechen auf die Behandlung besser einzuschätzen. Darüber hinaus können anhand dieser Studien neue Ansätze für die Behandlung gefunden werden. Bei den genetischen Studien handelt es sich in den allermeisten Fällen um Untersuchungen von genetischen Veränderungen im Tumorgewebe selbst. Aussagen über die Wahrscheinlichkeit einer Vererbung oder über die Erkrankungswahrscheinlichkeit von Angehörigen können deshalb nicht gemacht werden.
Diese Studien prüfen Strategien zur Behandlung einer Krebserkrankung, z.B. bestimmte Medikamente, bestimmte Kombinationen von Medikamenten, Operationsverfahren oder Bestrahlung. Sie werden immer mit bereits erkrankten Personen durchgeführt. Im Rahmen dieser Studien sollen bestimmte Fragen beantwortet werden, etwa welche Nebenwirkungen mit der untersuchten Behandlung verbunden sind oder ob die Behandlung wirksam ist. Innerhalb der Studien zu medikamentösen Behandlungsformen wird zwischen Zulassungsstudien und nicht zulassungsrelevanten Studien unterschieden (siehe: Phasen). Ziel der Zulassungsstudien ist es, auf Grundlage der Studiendaten die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit eines Medikamentes nachzuweisen und so die behördliche Zulassung für dieses Medikament zu erlangen. Die Beantragung der Zulassung eines Medikaments bei der der zuständigen Bundesoberbehörde (siehe: Gesetze & Patientenschutz) kann sich sowohl auf die erstmalige Zulassung eines neuen Medikaments als auch auf die Zulassung eines bereits zugelassenen Medikamentes für eine andere Erkrankungsform beziehen.
Unter Supportivtherapie versteht man Behandlungen, welche nicht die Krebserkrankung selbst behandeln, sondern das Wohlbefinden und die Lebensqualität verbessern sollen (z.B. Schmerzbehandlung oder Medikamente zur Behandlung der Übelkeit, die häufig mit einer Chemotherapie verbunden ist). Studien zur Supportivtherapie sind den Studien zur Behandlung sehr ähnlich.