Aufbauend auf den Erfahrungen der DAL/HD und GPOH-HD-Studien soll in der EuroNet-PHL-C1-Studie die Behandlung des Hogkin Lymphoms im Kindes- und Jugendalter weiter verbessert werden. Durch die Einbeziehung der FDG-PET Untersuchung in die Routinediagnostik beim Staging und zur Beurteilung des Therapieerfolgs, soll in dieser Studie untersucht werde, ob bei Patienten mit einem adäquatem Ansprechen auf die Behandlung gefahrlos auf die Radiotherapie verzichtet werden kann. Ziel ist es, das Auftreten von radiogen induzierten Sekundärmalignomen zu reduzieren. Des weiteren soll im Protokoll überprüft werden, ob durch Verzicht auf Procarbazin die therapiebedingte Infertilitätsrate beim Mann und die Rate der therapiebedingten vorzeitigen Menopause bei der Frau gesenkt werden kann, ohne dass die Behandlungsergebnisse sich verschlechtern. In die Studien eingeschlossen werden Patienten im Alter von 0–18 Jahren mit einem klassischen Hodgkin Lymphom (HL). Die Studienpopulation ist auf 1200 Patienten innerhalb einer Studiendauer von fünf Jahren festgesetzt. Davon werden in Deutschland jährlich ca. 160 Patienten in 60 akkreditierten Prüfzentren rekrutiert.