Die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (Leiter: Prof. Dr. Andreas Engert, Köln) wurde 1978 durch Prof. Dr. Volker Diehl mit Unterstützung des Bundesministeriums für Forschung und Technologie (BMFT) gegründet. Ziel war es, die Behandlungsergebnisse bei Hodgkin-Lymphomen zu verbessern und eine flächendeckende, hochqualifizierte Diagnostik, Therapie und Nachsorge für Hodgkin-Patienten in der Bundesrepublik Deutschland zu erreichen.
Seit Gründung der Studiengruppe ist es zu einem kontinuierlichen Zuwachs an teilnehmenden Zentren und erfassten Patienten gekommen. Aktuell nehmen an den Therapiestudien der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe über 400 Zentren, darunter sowohl universitäre Einrichtungen, Kliniken der Regelversorgung, sowie spezialisierte Facharztpraxen teil. Insgesamt wurden bislang über 14.000 Patienten mit Hodgkin-Lymphom erfasst und ausgewertet. Die jährliche Rekrutierung beträgt derzeit ca. 1000 Patienten. Die Anzahl der eingebrachten Patienten pro Jahr entspricht etwa 40% aller Hodgkin-Neuerkrankungen in der Bundesrepublik.