Die Häufigkeit der ZNS-Lymphome steigt. Ihre Prognose ist deutlich schlechter als die anderer extranodaler Non-Hodgkin-Lymphome mit vergleichbarer Histologie. Therapiefortschritte wurden mit ZNS-gängigen Zytostatika und Strahlentherapie erzielt, wobei jedoch die optimale Standard-Therapie noch nicht etabliert ist. Im KML kooperieren zwei Studiengruppen bei der Erforschung von Lymphomen des zentralen Nervensystems (ZNS). Das primäre Ziel dieser Gruppen ist die Optimierung der Therapie durch gemeinsame klinische und wissenschaftliche Studien.
Die Deutsche Studiengruppe Primäre ZNS Lymphome (G-PCNSL-SG) ist die größte deutsche Gruppe, die sich mit verschiedenen Aspekten der Diagnostik und Therapie primärer ZNS Lymphome (PCNSL) wissenschaftlich befasst. Die Studiengruppe ist aus der Berliner (Prof. Dr. E. Thiel) und der Tübinger ZNS-Lymphomgruppe (Prof. Dr. M. Weller) hervorgegangen. Im Rahmen der bundesweiten Studienplattform "Primäre ZNS-Lymphome" besteht eine Kooperation mit der Bonner/Bochumer Gruppe (Prof. Dr. I. Schmidt-Wolf und Prof. Dr. U. Schlegel) und der Freiburger Gruppe (PD Dr. Gerald Illerhaus).
Die Kooperative Studiengruppe ZNS-Lymphome Freiburg führt seit 1998 multizentrische Studien zur Therapie von Patienten mit primär zerebralen Lymphomen( PCNSL) durch. Einen Schwerpunkt stellt die Hochdosischemotherapie mit autologer peripherer Blutstammzelltransplantation für Patienten unter 65 Jahren dar. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Arbeitsgruppen - wie beispielsweise der IELSG - schafft eine internationale Vernetzung und gewährleistet die Rekrutierung größerer Patientenzahlen und somit einer Beschleunigung des Erkenntnisgewinns. lm Rahmen der bundesweiten Studienplattform "Primäre ZNS-Lymphome" besteht eine Kooperation mit der Deutschen Studiengruppe Primäre ZNS Lymphome (G-PCNSL-SG, Prof. Dr. Thiel, PD. Dr. A. Korfel) sowie mit der Bonner/Bochumer Gruppe (Prof. Dr. L Schmidt- Wolf und Prof. Dr. U. Schlegel).