Die Deutsche Studiengruppe Hochmaligne Non-Hodgkin-Lymphome (DSHNHL) ist ein Zusammenschluss von Ärzten und Wissenschaftlern mit dem Ziel, die Therapieergebnisse bei aggressiven Non- Hodgkin-Lymphomen durch gemeinsame klinische und wissenschaftliche Studien zu verbessern. Die Studiengruppe ist aus der Marburger (Prof. Dr. K. Havemann) und der Kieler/Essener Lymphomgruppe (Prof. Dr. G. Brittinger) hervorgegangen und hat sich Ende 1993 unter der Leitung von Prof. Dr. M. Pfreundschuh (Homburg) konstituiert. Innerhalb weniger Jahre etablierte sie sich als eine der schlagkräftigsten Studiengruppen weltweit auf dem Gebiet der aggressiven Lymphome. Von mehr als 240 teilnehmenden Kliniken und Praxen wurden seit der Gründung mehr als 3500 Patienten in Therapiestudien der Phasen II und III behandelt. Dies war nur durch die Unterstützung der Deutschen Krebshilfe möglich, die die DSHNHL seit 1994 unterstützt.
Hochmaligne Lymphome können auch in fortgeschrittenen Stadien durch eine Chemotherapie geheilt werden, weil die schnell wachsenden Lymphomzellen sich zu einem großen Teil in einer Chemotherapie-empfindlichen Wachstumsphase befinden. Da die Heilungsmöglichkeiten bei einem Rückfall sehr beschränkt sind, konzentrieren sich die Bemühungen der Onkologen auf die Optimierung der Erstbehandlung. Die Beobachtung, dass die rasch wachsenden Lymphomzellen häufig auf die Therapie ansprechen, dann aber resistent werden, hat die DSHNHL veranlasst, eine Therapieintensivierung der wirksamsten Substanzen in prospektiv randomisierten klinischen Studien zu prüfen.