Mehr als 100 Patienten und Angehörige haben sich am 17. September 2008 im Rahmen einer zweistündigen Telefonaktion bei den Experten des Kompetenznetzes Maligne Lymphome (KML) über Lymphom-Erkrankungen, Symptome, Diagnosemöglichkeiten und Therapieansätze informiert. Anlass dieser Telefonaktion war der Welt-Lymphom-Tag am 15. September 2008, der von der Lymphom-Koalition, einem Zusammenschluss internationaler Lymphom-Selbsthilfe-Organisationen, vor fünf Jahren ins Leben gerufen wurde.
Die Experten, die in den zwei Stunden nahezu ununterbrochen telefonierten, deckten inhaltlich die wesentlichen Lymphom-Arten ab: Fragen zu Hodgkin Lymphomen beantwortete Andreas Engert (Uniklinik Köln). Norbert Schmitz (Asklepios Klinik St. Georg Hamburg) und Michael Herold (Helios Kliniken Erfurt) berieten zu hoch- und niedrigmalignen Lymphomen. Sehr viele Patienten hatten Fragen zum Plasmozytom/Multiplen Myelom - ihnen antwortete Stefan Knop (Uniklinik Würzburg). Auch Clemens M. Wendtner (Uniklinik Köln) hatte mit Fragen zur chronisch lymphatischen Leukämie viele Anrufe entgegenzunehmen.
Die wichtigsten Patienten-Fragen und die Antworten der Experten wurden schriftlich zusammengefasst. Sie können hier abgerufen werden:
Fragen & Antworten

Abb. v.l.n.r.: Prof. Dr. C. M. Wendtner, Prof. Dr. A. Engert, Dr. St. Knop
Weltweit beteiligen sich am Welt-Lymphomtag Ärzte, Wissenschaftler und Selbsthilfegruppen an Aktionen, um den Bekanntheitsgrad der Erkrankung in der Öffentlichkeit zu erhöhen, die Erkennung von Symptomen zu verbessern und eine frühe und korrekte Diagnose zu gewährleisten. "Jedes Jahr erkranken in Deutschland etwa 15.000 Menschen neu an einem Lymphom, und diese Zahl ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Trotzdem sind Lymphome in der Allgemeinbevölkerung weitgehend unbekannt", meinte Ralf Rambach, Vorsitzender der Deutschen Leukämie- & Lymphom-Hilfe. "Wir möchten erreichen, dass Lymphome in Deutschland denselben Bekanntheitsgrad bekommen wie beispielsweise Brustkrebs oder Leukämie, damit Betroffene bei entsprechenden Symptomen ohne Zeitverzug zum Arzt gehen."
Veranstalter der Telefonaktion waren die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe und das Kompetenznetz Maligne Lymphome. Die Veranstaltung wurde durch den ehrenamtlichen Einsatz der Experten und finanziell durch folgende Firmen unterstützt: AMGEN GmbH, Celgene GmbH, Genzyme GmbH, GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Janssen Cilag GmbH, MSD Sharp & Dohme GmbH, Roche Pharma AG, The Binding Site GmbH. Die Unternehmen hatten keinen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung dieser Aktion.