Zum ersten Mal hat in diesem Sommer in Stockholm das European Science Open Forum (ESOF) stattgefunden - ein
Kongress, der auf europäischer Ebene den interdisziplinären Dialog fürdern und die Sichtbarkeit europäischer
Wissenschaft in den Medien und in der Öffentlichkeit verbessern soll. Die Kompetenznetze in der Medizin waren dabei:
Mit einer englischsprachigen Version des Studienspiels waren sie an den "Science in the City"-Aktivitäten im
Stockholmer Schlossgarten beteiligt.
Stockholmer Schüler sowie interessierte erwachsene schwedische Bürger haben hier in spielerischer Form die Prüfung eines Medikamentes vom Labor bis zur Zulassung oder auch eine Therapieoptimierungsstudie von der Planung bis zur neu gewonnenen Erkenntnis durchlaufen und mit den Spielbetreuern über kritische Fragen klinischer Forschung diskutiert. Ziel des Spiels ist es, die Akzeptanz klinischer Studien in der Bevölkerung zu erhöhen. Für die schwedischen Besucher lag eine Kurzfassung des Spiels auch in schwedischer Sprache vor.
Daneben fand das Studienspiel aber auch Aufmerksamkeit bei Journalisten und Fachleuten aus dem europäischen Ausland. Eine Reihe von Experten, etwa aus dem Karolinska Institut in Stockholm oder aus dem Science Museum in London, zeigten sich interessiert, das Spiel für eigene Veranstaltungen auszuleihen.
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Studienspiel
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Studienspiel DIN A4 (793 kB)
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Studienspiel DIN A4 (778 kB, Englisch)
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Studienspiel DIN A4 (790 kB, Schwedisch)
Vorbild für ESOF ist die Jahrestagung der American Association for the Advancement of Science, "Triple A-S" (AAAS), die seit vielen Jahren Wissenschaftler und Journalisten aus aller Welt anzieht. Der europäische Ableger war mit rund 1.500 Teilnehmern, darunter 300 Journalisten, für das erste Mal schon recht gut besucht, wobei Südeuropa noch deutlich unterrepräsentiert war. Und das eigentlich Bemerkenswerte des Kongresses waren weniger die wissenschaftlichen Neuigkeiten, über die berichtet wurde, als vielmehr die Tatsache, dass ein solches pan-europäisches Treffen erstmals tatsächlich gelungen ist.
Anders als die amerikanische Mutter sollte die europäische Version jedoch Wissenschaft noch deutlicher aus dem Elfenbeinturm holen und in die Stadt tragen. Dazu dienten unterschiedliche Aktivitäten unter der Überschrift "Science in the City", von einem Jahrmarkt der Wissenschaften über Austellungen bis hin zu Wissenschaftstheater und Wissenschaftscafes.
ESOF soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. Veranstaltungsort 2006 ist München unter der Leitung des Münchner Professors Dr. Wolfgang Heckl, der die Kompetenznetze bereits eingeladen hat, sich wieder zu beteiligen. Neben den Aktivitäten für die allgemeine Öffentlichkeit sollten die Netze auf jeden Fall auch versuchen, im wissenschaftlichen Programm eine eigene Session zu platzieren. Vorüberlegungen dazu müssten bereits im Frühjahr 2005 angestellt werden, da entsprechende Anträge vermutlich im Spätsommer 2005 eingereicht werden müssen.
Die diesjährige Beteiligung der Kompetenznetze ist vom Kompetenznetz Maligne Lymphome organisiert und koordiniert und durch finanzielle Unterstützung des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft ermöglicht worden.